Der Heiler

von Oliver Bukowski

Gastspiel des Landestheaters Detmold // Monospektakel Solo-Festival

 

 Prof. Dr. Matthes Grebenhoeve, einer der renommierten und prominenten Psychotherapeuten des Landes, steht unter enormem Druck: Er ist nackt neben einer toten Patientin gefunden worden. Der Fall ist spektakulär, die Medien schlachten die Story gnadenlos aus. Grebenhoeves Aussage wird zur Generalabrechnung mit sich selbst, dem eigenen Berufsstand, allem. Seine letzte Patientin litt an einer Welt der sinnfreien Kommunikation. Ist dann aber nicht vielmehr die Welt »verrückt«? Kein Wunder, dass die üblichen Behandlungsansätze bei der attraktiven jungen Frau nicht fruchteten, und so stellt sich Grebenhoeve auch die Frage nach der Therapierbarkeit und dem Sinn des Lebens. Bukowskis Verteidigungsmonolog einer »Koryphäe« bietet eine Fülle an klugen und witzigen Pointen und ist famoser Stoff für einen spiel- und lebenserfahrenen Schauspieler.

 

Regie: Jessica Sonia Cremer

Ausstattung: Petra Mollérus

Mit: Joachim Ruczynski

 

Dauer: 1 h 55 min, keine Pause

 

 

In einem zweistündigen Monolog, von dem die restlos begeisterten Zuschauer am Samstagabend im ausverkauften Grabbe-Studio keine Sekunde versäumen wollten, so dass die Zeit wie im Fluge verging, … Ruczynski durchschritt bis zum körperlichen Zusammenbruch jene seelische Befreiung, jene Wiederentdeckung des Menschlichen in sich und für uns. Fazit: Unbedingt ansehen – Lippische Landes-Zeitung

 

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