Judas

von Lot Vekemans // Monospektakel Solo-Festival

Premiere bei den 57. Gandersheimer Domfestspielen: 3. Juli 2015

Premiere bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall: 18. November 2016

 

Kann es sein, dass die zentrale Botschaft einer Religion von Vergebung aller Sünden handelt, es aber gleichzeitig eine Schlüsselfigur gibt, der man nicht vergeben kann und darf? Mit dieser Frage beschäftigt sich der zeitgenössische Schauspielmonolog »Judas« der preisgekrönten niederländischen Autorin Lot Vekeman: Judas Ischariot galt in der christlichen Welt lange Zeit als Inkarnation des Bösen und ultimativer Sündenbock. Lot Vekemans zeigt eine neue Perspektive auf diesen Judas, indem sie ihn nach über 2000 Jahren wieder auferstehen lässt. In einem bewegenden intimen Zwiegespräch mit den ZuschauerInnen ringt, schwitzt und kämpft er um seine Geschichte, um seine Motive, die sich so sehr unterscheiden von dem, was wir als festgelegt und kanonisiert über sein Tun zu wissen meinen.

 

Regie: Christian Doll

Mit: Gunter Heun

 

Dauer: 60 min, keine Pause

 

 

In der Inszenierung von Christian Doll stimmt alles. Text, Darsteller und Spielort faszinieren als Gesamtpaket und das Stück sorgt dafür, dass Gewissheiten und Klischees, die die Christenheit seit 2.000 Jahren mit sich herumschleppt, innerhalb von 60 Minuten umgekehrt werden. Wie weit geht die Christenheit mit ihrer Barmherzigkeit? Kann sie dem verzeihen, der den Messias ans Messer geliefert hat? – Harzkurier, 24.06.2016

 

Zurück