Kunst ist böse

Doppelmonolog von Meyer&Kowski // Monospektakel

Meyer&Kowski, Hamburg

 

Ein neues Beispiel des mehrfach ausgezeichneten und auch schon beim Reutlinger Monospektakel erfolgreichen Formats »Doppelmonolog«:

 

Der Schauspieler Hans-Jörg Frey erinnert sich an die Kritik des Regisseurs nach der Generalprobe von »Macbeth«: Dreißig Jahre ist es her, dass damals der Regisseur vor seinen Schauspielern, darunter Frey, regelrecht durchgedreht ist, in panischer Angst, das Ensemble würde seine schöne Inszenierung vermasseln. Hans-Jörg Frey schlüpft nun in die Rolle des tobenden Regisseurs, der sein Meisterwerk durch die Schauspieler gefährdet sieht und vermittelt einen ungefilterten Blick hinter die Kulissen auf die hierarchische Struktur des Theaters und das Gefühl des Ausgeliefertseins.

 

Im zweiten Monolog erinnert sich Hans-Jörg Frey daran, wie er ein paar Jahre zuvor für seine Tochter, die verhindert war, an der Uni eine klausurrelevante Vorlesung besucht hat. Anders als erwartet, wurde das zu einem Moment mit lebensverändernden Auswirkungen. Hier wird das Publikum zu den studentischen Zuhörern, denen im Zuge der Vorlesung ein kurzer Text diktiert wird. Hans-Jörg Frey wird zu dem Professor, der ihn damals mit seinen Betrachtungen und philosophischen Gedanken fasziniert und nachhaltig beeindruckt hat.

 

Regie: Meyer&Kowski
Mit: Hans-Jörg Frey

 

Dauer: 90 min und eine Pause

 

 

Das Spiel mit der Realitäts- und Wahrnehmungsverschiebung beherrscht das Regie-Duo Susanne Reifenrath und Marc von Henning virtuos. In der intimen Begegnung mit der Persönlichkeit eines Schauspielers entsteht der Raum für das ganz eigene Erleben der Theaterkunst. – hamburgtheater, 21.05.17

 

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