Professor Unrat

Eine zeitlos aktuelle Geschichte von Verführung und Verführbarkeit nach Heinrich Mann

Gastspiel des Ring Theaters, Zürich // Monospektakel Solo-Festival

Koproduktion: sogar theater, Zürich / Chössi Theater, Lichtensteig / bühne fasson Lachen

 

Die meisterhafte Satire auf das Spießertum führt die Geschichte einer gesellschaftlichen Grenzüberschreitung und – damit verbunden – eines sozialen Abstiegs vor. Zugleich ist es aber auch die Geschichte einer großen, romantischen, im Grunde aber unmöglichen Liebe. Gymnasialprofessor Raat, in der Schule und stadtweit nur »Unrat« genannt, folgt seinen Schülern eines Abends heimlich ins Hafen-Varieté »Zum blauen Engel«. Hier trifft er auf die verführerische Tingeltangelsängerin Lola. Die Dinge nehmen ihren Lauf: Unrat verliert sein Herz – und bald darauf sein Amt. Aus Rache benutzt er Lolas Attraktivität, doch der triumphale Moment, in dem er glaubt, alle Widersacher besiegt zu haben, ist zugleich der Moment seines größten Scheiterns...

 

Volker Ranisch lässt in einer Art Kopf-Kino die Figuren der Geschichte und vor allem ihre mannigfaltigen betrügerischen Beziehungen zum Vergnügen der Zuschauer entstehen. Er eröffnet damit eine reiche Welt, die in ihrer Aktualität und Zeitlosigkeit fasziniert, weil sie mit der menschlichen Lust an Gaunereien, der Lust an kleineren und größeren eleganten Verbrechen spielt.

 

Regie: Mareike Block

Künstlerische Mitarbeit: Nelly Bütikofer, André Steger

Musik/A capella-Songs: Christoph Baumann

Ausstattung: Judith Kolb

Mit: Volker Ranisch

 

Dauer: 75 min

 

 

(...) ohne einen Durchhänger und ohne einen Moment der Spannungslosigkeit. Verführend, zerstörerisch, wütend, liebend, intrigant, tieftraurig – die Stimmungen wechseln fast im Minutentakt. Ranisch meistert die Herausforderung brillant und gesalzen mit einer wohldosierten Portion Ironie. – Aargauer Zeitung

 

Zurück