Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung

Ein Lustspiel von Christian Dietrich Grabbe

Sommertheater im Spitalhof

 

In scherzhaft überzogenen Szenen und spöttischem Ton bringt Grabbe auf höchst unterhaltsame Art Kritik an einer aus den Fugen geratenen Gesellschaft an, die an Aktualität leider bis heute nichts eingebüßt hat: dabei werden die Handelnden ihrer Oberflächlichkeit, ihre Profitsucht, für die sie sprichwörtlich über Leichen gehen, ihrer Ichbezogenheit, Borniertheit, Anfälligkeit für Schmeicheleien und Bestechung überführt, wie auch ihrer Feigheit im entscheidenden Moment für ihre sonst so hochgelobten Ideale einzutreten. Gerade die Gesellschaftskreise der High Society, der Wissenschaftlern, der Geistlichkeit bis zu den Dichtern werden in der großen Diskrepanz aus Anspruch und gelebter Realität vorgeführt, in ihrer erbärmlichen Skrupellosigkeit, in der sie hehre Ziele predigen, aber selbst nur zum eigenen Vorteil handeln. Damit spielen sie dem Teufel, der notgedrungen in ihrer Welt vorübergehend Asyl sucht, geradezu in die Hand und inspirieren ihn zu dreisten Streichen, in denen er sie voll Genuss gegeneinander ausspielt und mit ihrer eigenen Gier schlägt. Doch dann wird er selbst bei einer Schwäche gepackt…

 

Regie/Ausstattung: Jan Mixsa

Musik: Michael Schneider

Mit: Thomas B. Hoffmann, Oliver Kube, Agnes Lampkin, Michael Schneider, Chrysi Taoussanis, Carla Weingarten

 

Premiere am 07.07.2016 / OPEN AIR im Spitalhof

Dauer: ca. 2 Std. 30 Min. (inkl. Pause)

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