Ausflug an die Front UA

frei nach Fernando Arrabal

 

Wer ist das eigentlich: der Feind? Was, wenn man ihm einmal persönlich gegenübersteht? Wie sich verständigen, wenn es keine gemeinsame Sprache gibt? Und wie weiter, wenn man dann trotz aller Hindernisse, die dieser Begegnung eigentlich im Wege stehen, entdeckt, dass er gar nicht unsympathisch ist, der Feind und sogar ähnliche Interessen verfolgt wie man selbst – und das alles mitten im Krieg? Wozu dann eigentlich noch verfeindet sein? Wozu dann überhaupt der Krieg?

 

Die Absurdität und Sinnlosigkeit des Krieges und die Willkür von Feindschaft wie sie Arrabal grotesk und mit viel schwarzem Humor in seinem absurden Antikriegsstück vor Augen führt, wird hier in ganz eigener Form auf die Bühne gebracht, bei der Sprache eine wichtige Rolle zukommt: Für den einsamen Soldaten in der Ausnahmesituation eines ermüdenden Stellungskrieges eröffnet sich ein bizarrer Alptraum ganz eigener Fantasien. Plötzlich sind da seine Eltern, aber auch ein Feind. Zwischen Vertrautheit, dem Respekt vor dem Feind und den bürgerlichen Werten nach denen ihn seine Eltern erzogen haben, aber auch der Pflicht als Soldat und der Angst vor den Vorgesetzten und dem ungewissen Ausgang des Kampfes hin- und hergerissen, versucht er den verschiedenen Ansprüchen gerecht zu werden und kann dabei doch nur scheitern, da die Kriegssituation solchen Überlegungen und besonders auch Gefühlen keinen Raum lässt.

 

Regie: Andriy Kritenko

Ausstattung: Natascha Korabelnikowa

Mit: Felix Frenken, Bahattin Güngör, David Jetter, Felix Káma, Yvonne Lachmann, Andreas Ricci, Chrysi Taoussanis

 

Premiere am 24. März 2012 

Dauer: ca. 1 Std. 40 Min. (keine Pause)

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