Die amerikanische Päpstin

von Esther Vilar

 

Ein besonderer Tag in gar nicht so ferner Zukunft: Eine Frau erläutert in einer Fernsehansprache ihre Beweggründe und Ziele für ihr neues Amt, das sie demnächst antreten wird: sie wird Päpstin. In einer Zeit, in der die Kirche quasi in Auflösung begriffen, das religiös motivierte moralische Wertesystem in Vergessenheit geraten ist und die einst vertrauten Rituale längst abgeschafft sind, wird diese Berufung zur besonderen Herausforderung, die sie sich doch bewusst erwählt hat, wie sie in schonungsloser Offenheit bekennt. Was aber reizt sie wirklich an diesem Amt, das vor ihr nur Männer bekleideten, das zunehmend – durchaus auch mit Zutun der jeweiligen Amtsinhaber - an Ansehen eingebüßt hat? Was möchte diese Päpstin nun den Menschen mitgeben? Wie kann sie sie erreichen? Und warum hat sie sich dieses Amt zur Aufgabe gemacht? Warum etwa ist sie nicht in die Politik gegangen?

 

Ein polemischer Blick in die Zukunft nicht nur der Institution Kirche, sondern vielmehr einer durch Aufweichung der vertrauten Regelsysteme haltlos gewordenen Gesellschaft, der durchaus kontrovers Beweggründe nicht nur für Religiosität, sondern viel allgemeiner auch für die essentielle Sehnsucht nach Verbindlichem vorstellt, die trotz allen Fortschritts den Menschen innewohnt.

 

Regie/Ausstattung: Enrico Urbanek

Mit: Chrysi Taoussanis

 

Premiere am 11. Februar 2010

Dauer: ca. 70 Min. (keine Pause)

 

 

Eindrucksvoll inszeniert und packend gespielt. − GEA 13.02.10

zurück

Termine

Preise

Termine

Aktuell sind keine Termine vorhanden.