Kehrwoche (Sommertheater)

Musikalisch-dramatischer Aufwisch eines schwäbischen Kulturerbes von Karen Schultze und Susanne Hinkelbein

 

Wer kennt es nicht, das allsamstäglich liebevoll gepflegte, eifrig bemühte, völlig überfordernde, abgrundtief gehasste, hausfriedensgefährdende Ritual der schwäbischen Eingeborenen, das besonders die Reigschmeckten, die es trotz VHS-Kursen und Ratgebern nie zu den höheren Weihen des Wischens, Wienerns, und Waschens schaffen werden, an den Rand des Nervenzusammenbruchs bringt, ungeahnten Ehrgeiz entfacht, unendliche Gesprächsthemen liefert und ganze Hausgemeinschaften leidvoll verbindet – oder entzweit?

 

Einen wahren Albtraum, in dem die schlimmsten und groteskesten Fantasien rund um die Kehrwoche und andere Formen menschlichen Zusammentreffens wahr werden, erlebt die reigschmeckte Protagonistin Cindy Puttel vom schlechten Gewissen geplagt,da sie den absoluten Reinheitsansprüchen ihrer streng kontrollierenden Gerlind Maultasch nie gerecht werden kann: selbst die Weltherrschaft des Schimmels kann sie nicht aufhalten, einer spektakulären Entführung durch Außerirdische wie der unter mafiösen Strukturen verlaufenden Kür des Power-Putzers leistet sie noch Vorschub und vor der UNESCO-Weltkulturerbe-Kommission versagt sie kläglich, obwohl doch alle Verantwortung für Schwabens Ehre von ihrer Performance abhängt.

 

Ein staubaufwirbelnder, musikalisch-szenischer Blick in intimste Strukturen des Zusammenlebens, der endlich Klarheit in Wischwasser, Kehricht und Kutterschaufel bringt, als Hommage an ein unverwüstliches Kulturgut, Survival-Training für Reigschmeckte und zum gegenseitigen Verständnis… Auf jeden Fall ein großer Spaß auch für diejenigen, denen dieses schwäbische Kulturerbe bisher vorenthalten blieb.

 

Regie/Bühne: Enrico Urbanek

Kostüme: Ilona Lenk

Komposition: Susanne Hinkelbein

Musikalische Leitung: Kerstin Mörk

Puppenbau: Wolfgang Rätz

Fechtchoreografie: Thomas B. Hoffmann, Enrico Urbanek

Raptext: Yvonne Lachmann, Bärbel Röhl

Übertragung ins Schwäbische (teilweise!): Yvonne Lachmann, Susanne Hinkelbein (Liedtext)

Regieassistenz: Julia Jung

Mit: Thomas B. Hoffmann, Yvonne Lachmann, Bärbel Röhl und Chrysi Taoussanis

An den Instrumenten: Christian Dähn/Silvan Dähn (Percussion) und Kerstin Mörk (Klavier)

 

Premiere am 7. Juli 2011

Dauer: ca. 2 Std. (inkl. Pause)

 

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