Leonce und Lena
Ein Büchnertrümmer
für 4 Stimmen unter 30
»Aber warum schlägt man einen Nagel durch zwei Hände, die sich nicht suchten?« Diese durchaus berechtigte Frage stellt Prinzessin Lena vom Reich Pipi anlässlich ihrer vom Vater geplanten Vermählung mit Leonce, dem Prinzen vom Reich Popo. Dieser versucht ebenso, der Zwangsheirat zu entgehen. Lena flieht mit ihrer geliebten Gouvernante, Leonce mit seinem Freund Valerio. Dabei treffen sie sich, ohne einander zu erkennen … Was Leonce und Lena umtreibt, sind fast 200 Jahre später im Kern noch immer dieselben Sorgen der jungen Generation westlicher Prägung: stereotypische Geschlechterrollen, Frustration und Langeweile, aber auch Sinnsuche und die zeitlose Frage nach der menschlichen Natur. Was damals die Suche nach Zerstreuung auf der Flucht nach Italien, scheint heute innere Migration zu sein.
Auf diese Parallelen hin befragt die Inszenierung Georg Büchners gesellschaftskritischen Komödienklassiker. Sie stellt die beiden Paare in den Mittelpunkt eines Stückes über den Eskapismus einer Generation, die sich gegen die Borniertheit gesellschaftlicher Konventionen zur Wehr setzt und einen poetischen Versuch der Selbstbehauptung wagt.
Regie · Fassung · Ausstattung Annette Müller || Musik & Sounddesign Ted Gaier (»Die Goldenen Zitronen«) || Dramaturgie Michel op den Platz || Regiehospitanz Mia Cabraja || Praktikum Martin Steinberg || Schneiderei Kathrin Röhm || Technik · Werkstätten · Inspizienz Lukas Armbruster · Boris Gonzalez · Christoph Henning · Aurel Walker
Mit
A, meist Leonce Constantin Gerhards · B, meist Lena Trigal Sandberger Cañas · C, meist Valerio Kevin Citozi · D, meist Gouvernante Kristina Moiseieva
PREMIERE am Donnerstag, 30. April 2026 um 20:00 Uhr
in der Tonne ➀ im Theaterbau (Jahnstr. 6)
Dauer: ca. 75 Min., keine Pause
»Dass trotzdem so viele Menschen Lebensformen unterstützen, die ihnen eigentlich widersprechen: Wieder so ein kurz texteingepflanztes, aktuelles Kopfschütteln, das Tolle daran ist: Die Regisseurin macht es so deutlich wie unaufdringlich, ganz nebenbei. […] Das wäre sie dann, beispielsweise, die Theaterzukunft – auf der Basis eines fast zweihundertjährigen Theatertexts.« – SCHWÄBISCHES TAGBLATT, 2.5.2026
»Hier nimmt eine Generation ihre eigenen Geburts- und Gebärschmerzen wahr, die mit ihrer Metamorphose und mit dem Hineinwachsen in echte Sinnstiftung verbunden sind. […] Ästhetisch und als Diskussionsbeitrag zum Zustand der Gesellschaft sehenswert.« – REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER, 4.5.2026
»[…] Was Annette Müller da rund um eine Art Kondensationskern Büchner geschaffen hat […], ist das Dokument einer Generation, die verzweifelt nach Identität sucht […]. […] ein relevanter theatralischer Beitrag zur Gegenwart und zum vielleicht einstweilen erst vorgefühlten Bewusstsein dieser Gen Z.« – CUL-TU-RE.DE, 1.5.2026
| Abendkasse/Premiere | 22,– € regulär | 16,– € ermäßigt * |
|---|---|---|
| Vorverkauf | 20,– € regulär | 14,– € ermäßigt * |
| Gruppe ab 10 (nur VVK) |
16,– € regulär | 11,50 € ermäßigt * |
| Vereinsmitglieder | 11,– € | (mit Ausweis) |
| Student*innen | 10,– € | (unter 30 Jahren, mit Ausweis, auch im VVK) |
| Schüler*innen | 7,– € | (auch im VVK) |
| Peter-Pan-Ticket | 1,– € | (für alle, die sich Theater sonst nicht leisten können, kein Nachweis, auch im VVK) |
| Robin-Hood-Ticket | 25,– € | (für alle, die mehr geben möchten, auch im VVK) |
| *) Schwerbehinderte (ab 70%), Auszubildende, Arbeitslose |