Monospektakel I

Solo-Festival

 

Eindrucksvolle Solostücke unterschiedlicher Genres und Herangehensweisen (von der Romanbearbeitung bis zum Figurentheater) sind bei diesem ersten bundesweiten Monolog-Festival einmalig komprimiert zu erleben, pure Schauspielkunst und direkter Einblick in das Seelenleben der Helden, wie es ihn nur in der solistischen Form geben kann: eine Frau im Kampf mit Selbstzweifeln anlässlich eines Vorsprechens, eine andere in Vorbereitung auf ihr lebensveränderndes Date, eine klassische Theaterfigur die sich von ihrer Rolle emanzipiert und dann in den Schlingen eines festen Plots strauchelt, eine Vielzahl von Typen, die einmal ungefiltert alles loswerden dürfen, was sie nervt, ein Mann, der mit der Diagnose Krebs umgehen muss etc.

 

11.02. – 20.02.2011

PLANIE 22 und SPITALHOF

 

Programm:

 

11.02. Die Wunder der Welt UA | Theater Reutlingen Die Tonne

Eine theatralische Komposition von und mit Michael Schneider

Michael Schneider, der am Theater Reutlingen Die Tonne bereits einige besondere musikalische Theaterabende mit Ensemble herausbrachte, zuletzt UNTERWEGS, ist in dieser klangvollen Uraufführung nun ganz pur zu erleben: dabei erforscht er neugierig-spielerisch, musikalisch-assoziativ und immer wieder überraschend die facettenreichen Wunder dieser Welt. Ein skurriler Kosmos voller Musik ist Dreh-und Angelpunkt der fantasievollen theatralischen Reise, bei der die individuell durchaus unterschiedlich beantwortete Frage, was denn genau das Wunder der Welt ausmacht, im Mittelpunkt steht.

Regie/Musik: Michael Schneider

Ausstattung: Ilona Lenk

Es spielt: Michael Schneider

 

14.02. My Name Is Peggy | Staatstheater Oldenburg

Ein tragikomischer Monolog von Marc Becker

Niederdeutsch von Norbert Pfeiffer

Niederdeutsche Erstaufführung

Eine Frau bereitet sich akribisch auf ihr alles entscheidendes Date vor. Eigentlich sollte sie dem Mann mit dem amerikanischen Akzent böse sein, hat er doch ihren Hund totgefahren. Aber die Begegnung birgt eine Chance, die sie nicht ungenutzt verstreichen lassen will; und so lernt sie sogar englisch, spielt alle Eventualitäten der Konversation mit ihm durch, philosophiert über die Liebe, das Leben– insbesondere das glückliche – und hinterfragt alles, jeden und vor allem sich selbst. Wenigstens weiß sie genau, was sie nicht will und da sie das Ende schon vor dem Anfang mitdenkt, ist sie bestens gewappnet für die Enttäuschung Leben…

Regie: Marc Becker

Ausstattung: Nora Tiesler

Es spielt: Petra Bohlen

 

15.02. Mit dem Kopf schlage ich Nägel in den Boden DE | Staatstheater Karlsruhe / Schauspiel Essen / arts in dialog

One-Man-Show von Eric Bogosian

Deutsch von Thomas Huber

In kaleidoskopischen Rollenwechseln lässt Tom Gerber bösartige Penner und abgestumpfte Verlierer zu Wort kommen, geschäftstüchtige Selbsthilfe-Gurus mit dem universalen Glücksversprechen als Sonderangebot im Gepäck, überforderte und frustrierte Verbraucher, bornierte Spießer, Egozentriker, Zyniker und jede Menge kruder Typen, die die Schnauze voll haben und sich endlich einmal ungefiltert den ganzen Rotz von der Seele schimpfen dürfen. Mit großer Lust, heißer Wut und tiefschwarzem Humor entlarvt diese Suade des Autors von SEX DRUGS ROCK&ROLL die Gleichgültigkeit und die gedankenlose Gier unserer neoliberalen Konsumgesellschaft.

Regie: Donald Berkenhoff

Es spielt: Tom Gerber

 

17.02. Macbeth für Anfänger | Thalias Kompagnons Nürnberg
Puppentheater für Erwachsene nach MACBETH ALL´IMPROVVISO von Gigio Brunello und Gyula Molnàr

Kasperle und die anderen Protagonisten des Puppenspiels proben den Aufstand, da sie sich zu Besserem berufen fühlen, als zum banalen, wenig kunstvollen Kasperletheater. Einmal ein richtiges Theaterstück, etwa vom großen Shakespeare, auf die Bühne zu bringen, ist ihr Traum, den sie anhand des blutrünstigen MACBETH und auf eigene Faust umsetzen. Doch dann straucheln sie in den Schlingen des selbstgewählten Plots... Ein todernstes Kasperlespiel über die Unausweichlichkeit des Schicksals.

Regie: Gyula Molnàr

Puppen/Bühne: Joachim Torbahn

Bearbeitung: Tristan Vogt

Es spielt: Tristan Vogt

 

18.02. Kleine Zweifel | theatre periphere berlin

Monolog von Theresia Walser

Im nervenaufreibenden Stress eines Gesangswettbewerbs klinkt sich die junge Kandidatin Wendla Teusch einen Moment aus, entzieht sich der zweifelnden Jury, wie den psychotischen Mitstreiterinnen um ihren eigenen Zweifeln nachzugehen, ihren Sehnsüchten freien Lauf zu lassen, sich selbst, ihre Karriere, aber auch ihre Wünsche und Ansprüche an sich zu reflektieren.

Rasant frech und geheimnisvoll, hintergründig und dramatisch, listig und lebendig, begleitet von faszinierenden musikalischen Passagen, entsteht eine Welt voller Hoffnungen, Sehnsüchte, Ängste und voller Erwartungen an ein glückliches Leben.

Regie: Mario Freivogel

Musik: Katharina Kwaschik

Es spielt: Katharina Kwaschik

 

19.02. Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen | Gastspiel aus Berlin

nach der Erzählung von Nikolai Gogol

Ein Angestellter erzählt von einem Alltag, der zwischen Beflissenheit und Demütigungen, vermessener Hingabe und Enttäuschung hin-und herpendelt. Doch plötzlich gerät dieser Alltag aus seinen so wohlgeordneten Bahnen. Auf einmal sieht er, was andere nicht sehen, hört, was niemand hört und wird schließlich König in dieser besonderen Welt. Allerdings trifft er damit auf das Unverständnis seiner Mitmenschen. Die bekannte Erzählung Gogols, die in ihrer Entstehungszeit ein kritisches Portrait der damaligen russischen Gesellschaft war, hat an Aktualität nichts eingebüßt, geht sie doch der Frage nach, wo innerhalb einer Gesellschaft wirklich Raum für Individualität und Selbstentfaltung bleibt.

Regie: Oleg Myrzak

Es spielt: Timur Isik

 

20.02. Der Tod eines Bienenzüchters | Vaganten Bühne Berlin

nach dem Roman von Lars Gustafsson

Bühnenfassung von Martin Jürgens

Zunächst sind nur leichte Zeichen der Veränderungen wahrnehmbar, dann schleichen sich Schmerzen ein, bis schließlich mit der Diagnose »Krebs« das Leben des Bienenzüchters komplett auf den Kopf gestellt wird: der Kampf gegen den Feind im eigenen Körper beginnt und damit im Bewusstsein seiner Endlichkeit die Auseinandersetzung mit dem Leben selbst. Als radikales memento mori geschrieben, ist DER TOD EINES BIENENZÜCHTERS zugleich eine hellsichtige Feier des Lebens, eine selbstironische und packende Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit, bei der auch gelacht werden darf.

Regie: Martin Jürgens

Ausstattung: Olga Lunow

Es spielt: Martin Molitor

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