Un-Erhört UA

Eine musikalische Liebesgeschichte aus dem Barock von Karen Schultze

 

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere wird der Kastrat Angelo Carissino von seiner Vergangenheit eingeholt: ein Brief lässt Cecilia, mit der er seine Kindheit in einem kleinen italienischen Bergdorf verbracht hatte, aufleben und bringt sie ihm unerwartet nah. Seit ein verheerendes Erdbeben ihrer beider Leben erschüttert hatte, haben die beiden sich in scheinbar unvereinbare Fernen fortentwickelt, wenn auch ihre Liebe zur Musik sie auf zauberhafte Art verbindet. Während Cecilia in Venedigs »Ospedale de la Pietà« nicht nur ein Dach über dem Kopf gefunden hat, sondern auch in den Genuss einer umfangreichen musikalischen Bildung gekommen ist, hat sich Antonio in das von seinen Zeitgenossen so begehrte gerade auch in seiner Androgynität faszinierende glamouröse Kunstprodukt verwandelt, in dem er sich längst schon selbst nicht mehr erkennt. Als gefeierter Star der Barockzeit versteht er es nicht nur, durch seine Stimme zu verzaubern, sondern auch Einfluss auf Politik und Gesellschaft seiner Zeit zu nehmen. Doch erst durch die Erinnerung an Cecilia wird ihm bewusst, welche Opfer diese außerordentliche Gesangskarriere wirklich fordert...

 

Neben dem Einblick in das zerrissene Innere eines Stars der Barockzeit wird Musik – hauptsächlich Kompositionen des berühmten Kastratenlehrers Nicola Porpora sowie von Antonio Vivaldi, der sich in Venedigs Waisenhaus um die musikalische Bildung von Mädchen verdient gemacht hat – von einem kleinen Barockensemble, Knabensopranen und einem Mädchenchor dargeboten.

 

Regie/Ausstattung: Enrico Urbanek

Orchesterleitung: Petra Marianowski

Gesangseinstudierung: Ulrike Härter

Mit: Heinrich Beutel, Thomas Haas, Torsten Hoffmann, Nick Leist, Chrysi Taoussanis Mädchenchor: Kathinka Beutel, Marlene Bürck, Lena Geiger, Berya Inci, Natalie Kaiser, Rebecca Kaiser, Josefine Kittel, Carlotta Rau, Madita Rumbaur

Barockorchester: Sung-Hsin Helbig Huang, Ute Roming, Dorothée Royez (Barockvioline, Eva Barsch (Barockviola), Hélène Godefroy/Hugo Rannou (Barockcello), HansChris Dressen/Rüdiger Kurz (Violone), Petra Marianowski (Cembalo/Leitung)

 

Premiere: 07.02.2015, Planie 22

Dauer: ca. 1 Std. 40 Min., keine Pause

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